Es geht ein Höschen auf Reisen…

Stapeln sich bei Dir die Höschen, die eigentlich in die Wäsche gehören? Dann überleg Dir doch einmal vorm nächsten Waschgang, ob Du Deine gebrauchten Slips nicht lieber gewinnbringend verkaufen willst. Du sparst Waschmittel, Energie und Wasser – und bekommst nicht nur Geld, sondern auch unschätzbare Einblicke in die Welt der Olfaktophilie, wie der Fachausdruck für Geruchsfetischismus lautet. Finde einen Interessenten, mache auf Wunsch ein Foto, verpacke Deinen Slip, und ab geht die Post.

Im Wunderland der Höschen

Hoeschen im Verkauf und auf ReisenDas Internet ermöglicht viele Kontakte und den Austausch von Vorlieben, Neigungen und Sehnsüchten. Dazu gehört auch die Begeisterung einiger Zeitgenossen für weibliche Unterwäsche. Es sind nicht nur Spitzendessous und Reizwäsche gefragt, sondern es kommt den Experten meist auf etwas Anderes an: Sie sind scharf auf getragene Slips von fremden Frauen, stehen auf die Düfte und Spuren, die sie darin erschnüffeln können. Manche möchten ein feuchtes Höschen, von der Absenderin sorgsam in Plastik verpackt. Wer es gut meint mit einem Vertreter aus der Fraktion der Geruchsfetischisten, legt eventuell noch eine Mini-Reportage dazu. Wie kam es dazu, dass der Slip so feucht wurde, und was hat die Trägerin dabei empfunden.

Diverse Frauen aller Altersgruppen und Konfektionsgrößen kennen sich inzwischen aus mit dem Bedarf an gebrauchten Slips und helfen mit, die entsprechenden Bedürfnisse zu befriedigen. Statt in die Waschmaschine wandert die getragene Unterwäsche jetzt auf den Küchentisch, um fotografiert und angeboten zu werden. In vielen Ländern ist das inzwischen üblich und rangiert offiziell unter dem Label “Versand von gebrauchter Kleidung”, damit niemand daran Anstoß nehmen kann. Für Anonymität und Zahlungssicherheit ist gesorgt.

Also, schau doch gleich mal nach, auf welche Slips Du leichten Herzens verzichten könntest. Trage sie einen oder zwei Tage und werde sie los auf Nimmerwiedersehen. Als Gegenleistung registrierst Du ein paar Tage später den Eingang einer Zahlung in Höhe des vereinbarten Preises. Du musst ja nicht gleich Deiner Oma oder Deinem Liebsten davon erzählen, wenn es Dir anfangs ein wenig peinlich sein sollte.

Von jetzt ab nur noch Einweghöschen …

… könnte Deine Devise lauten: kaufen, tragen, verkaufen – einfacher geht es nicht.

Wie kann es sein, fragst Du Dich vielleicht immer noch, dass ein Fremder daran Interesse hat, ausgerechnet an meinem Slip zu schnuppern? An meiner Unterwäsche, die ich selbst kein zweites Mal anziehen würde, ohne sie vorher zu waschen? Wundere Dich lieber nicht und vor allem nicht zu lange, sondern nimm es, wie es ist: Es gibt für alles spezielle Liebhaber, und manche geraten eben bei getragenen Höschen in Verzückung. Da sie immer neues “Material” wünschen, kannst Du daraus ein kleines Geschäft machen. Dann klappt natürlich nur, wenn Du keine moralischen Bedenken hast, schnell, zuverlässig, ehrlich und ein wenig clever bist.

Schau Dir an, was gesucht wird und begehrt ist – Du kannst sicher manchen Wunsch erfüllen. Dein schönstes Tigerhöschen, Dein Sportslip, in dem Du tüchtig geschwitzt hast, und Dein feines Seidenhöschen gehen vielleicht demnächst auf Reisen zu einem Empfänger, den Du damit echt beglückst. Du tust ihm einen Gefallen und bekommst Geld dafür. Mehr nicht.

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